CDU: Absage an flächendeckende Tempo-30-Zone richtig - Gute Gründe für differenzierte Geschwindigkeitsregelungen

"Die Darmstädter CDU hält Absage des Bundesverkehrsministeriums an ein Modellprojekt für eine flächendeckende Tempo-30-Zone in ganz Darmstadt für richtig und nachvollziehbar“, teilt der CDU-Kreisvorsitzende und Spitzenkandidat zur Kommunalwahl Paul Georg Wandrey mit. Die CDU erinnert vor diesem Hintergrund an ihre Position aus dem Frühjahr 2020, als sie sich hierzu bereits kritisch geäußert hatte.

„Es gibt gute Gründe für Tempo-30-Zonen in Wohngebieten, vor Schulen und Kindergärten. Es gibt aber auch ebenso gute Gründe für Tempo-50 auf Hauptstraßen. Dies dient erwiesenermaßen dazu, Verkehr auf dafür ausgelegten Hauptstraßen zu bündeln und aus den Wohngebieten herauszuziehen und herauszuhalten. Flächendeckend Tempo-30 würde im Ergebnis mehr Verkehr in Wohngebieten bedeuten. Das kann niemand wollen“, verdeutlicht der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Ctirad Kotoucek, hierzu. Die CDU Darmstadt setzt sich für eine pragmatische Verkehrspolitik ein. Dabei erfüllen unterschiedliche Straßen auch unterschiedliche Funktionen und müssen auch unterschiedlich behandelt werden. Beide CDU-Politiker machen zudem deutlich, dass Tempo-30 nicht automatisch weniger Umweltbelastungen bedeute. So zeigten Untersuchungen bislang kein einheitliche Bild auf und einzelne Studien belegten, dass ein Kraftfahrzeug bei Tempo-50 durchaus weniger Schadstoffe ausstoßen könne, als bei Tempo-30. Wichtig sei vielmehr, so betonen viele Experten hierzu, ein möglichst ungestörter Verkehrsfluss, weshalb die CDU-Darmstadt auch für Kreisverkehre plädiert, wo immer diese eine Ampelkreuzung ersetzen können. „Man muss also im Einzelfall genau hinschauen, um welche Strecke es geht, wie sich das Verkehrsgeschehen darstellt und welche Geschwindigkeitsvorgabe am Ende die sinnvollste ist, um die Belange Verkehrssicherheit, Verkehrsfluss, Lärm- und Umweltschutz am besten in Einklang zu bringen“, verdeutlichen Wandrey und Kotoucek. Hierzu habe die Stadt Darmstadt bereits heute ausreichend Möglichkeiten. „Wir stehen für eine lösungsorientierte und vor allem funktionierende Verkehrspolitik. Dabei können Tempo-30- und Tempo-50-, aber beispielsweise auch Tempo-40-Regelungen sinnvoll sein. So unterschiedlich die Stadtgebiete sind, von Wohn- bis Industriegebiet, so passgenau sollte auch die Verkehrspolitik sein.“, so die CDU-Politiker abschließend.

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