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11.06.2020, 10:37 Uhr
Tempo 30 – nur mit Augenmaß!

Die Verkehrssituation in der Wissenschaftsstadt Darmstadt aber auch in den Nachbarkommunen hat Auswirkungen auf das tägliche Leben der Menschen. Lärmbelastung, Luftqualität, verlorene Lebenszeit im Stau und viele weitere Belastungen und Ärgernisse sind das Resultat von zu viel Verkehr. 

 

Zur in der vergangenen Woche entstandenen Diskussion über die Meldung, die Wissenschaftsstadt Darmstadt wolle so bald wie möglich Tempo 30 als neue flächendeckende Regelgeschwindigkeit für Darmstadt einführen, bezieht die CDU Darmstadt nun Stellung: 

 

Tempo 30 ist kein Allheilmittel!

Christiane Lang CDU
 „Die CDU Darmstadt hält Tempo 30 als flächendeckende Regelgeschwindigkeit für das gesamte Stadtgebiet für nicht erforderlich und sinnvoll, um notwendige Verbesserungen im Straßenverkehr zu erreichen“, so der Kreisvorsitzende Paul Wandrey. 

 

Gleichzeitig spricht sich der verkehrspolitische Sprecher der CDU Darmstadt, Ctirad Kotoucek, für „mehr Gestaltungsspielraum auf kommunaler Ebene zur Festlegung von Tempolimits“ aus. So könnten Straßen wie beispielsweise die Erbacher Straße anwohnergerecht einfacher und ohne Anträge bei übergeordneten Behörden in Tempo 30-Strecken umgewandelt werden. „Und neben Tempo 30 und 50 muss auch die Möglichkeit für Tempo 40 bestehen“. 

Die CDU setzt sich für eine unideologische und pragmatische Verbesserung der Verkehrssituation ein. Sinnvolle 30er Zonen seien bereits heute möglich, wie beispielsweise jüngst in der Frankfurter Straße bei Merck eingeführt und wo man beispielsweise unter anderem durch weniger Ampeln einen besseren Verkehrsfluss für alle erreicht. Auch in der Holzstraße wurde Tempo 30 aus Verkehrssicherheits- und Lärmschutzgründen eingeführt – sinnvoll und mit Augenmaß. 

 

„Tempo 30 ist kein Allheilmittel und Tempo 50 macht gerade auf Hauptverkehrsstraßen Sinn, um Verkehr gebündelt zu führen, und dadurch beispielsweise Schleichverkehre und damit unzumutbare Belastungen in Wohnstraßen zu vermeiden. Das funktioniert aber nur, wenn Hauptstraßen einen Zeitvorteil und besseren Verkehrsfluss bieten“, erklärt Ctirad Kotoucek. 

 

„Die CDU Darmstadt befürwortet Reduzierungen auf Tempo 30 oder 40, wenn es dem Verkehrsfluss, der Verkehrssicherheit und dem Lärmschutz dient“, macht Wandrey deutlich. 

 

„Wir verfolgen in der Verkehrspolitik einen pragmatischen Ansatz, bei dem die individuelle Freiheit jedes Einzelnen ermöglicht wird, die Entscheidung für sein bedarfsgerechtes Verkehrsmittel selbst zu treffen und so unter Berücksichtigung einer breiten Auswahlmöglichkeit - ÖPNV, Fahrrad, Auto oder auch zu Fuß - im Sinne und unter Rücksichtnahme auf die Interessen aller Verkehrsteilnehmer umgesetzt werden kann“, so die beiden Kommunalpolitiker abschließend.

 

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