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Neuigkeiten
24.01.2020, 13:43 Uhr
Mittelstandsunion: „Rückbau von Fahrspuren auf dem City-Ring wäre unverantwortlich“
Die Darmstädter Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) äußert Unverständnis für den Vorstoß des Oberbürgermeisters zur Reduktion von Fahrspuren auf dem City-Ring. „Eine weitere künstliche Verengung der verkehrlichen Hauptschlagader unserer Stadt wäre unverantwortlich“, heißt es in einer Mitteilung. Damit nimmt die MIT Bezug auf die Antwort von Jochen Partsch (Grüne) auf eine Anfrage der Linksfraktion in der Stadtverordnetenversammlung. Darin erklärt dieser den Rückbau einer Fahrspur des City-Rings im Bereich zwischen Karolinen- und Friedensplatz für begrüßenswert, um den dort vorhandenen Radweg zu verbreitern.
Aus Sicht der CDU-nahen Wirtschaftsvereinigung sei der Bereich in den Stoßzeiten bereits heute verkehrlich überlastet. Pendler und Lieferverkehr litten täglich unter Staus und Behinderungen, was nicht nur nervig sei, sondern auch dem Wirtschaftsstandort massiv schade. Ein Rückbau von Fahrspuren an einer der sensibelsten Stellen des städtischen Straßennetzes sei daher unverantwortlich und nicht akzeptabel. „Wir fordern den Oberbürgermeister auf, auch seiner Verantwortung als Wirtschaftsdezernent gerecht zu werden“, heißt es weiter. Hinzu komme, dass eine alternative Führung des Radwegs überhaupt nicht geprüft worden sei. Anders als in der oberen Rheinstraße, gebe es in dem Teilstück vor dem Landesmuseum deutlich mehr Möglichkeiten, den Radverkehr in sicherem Abstand zur Straße zu führen. Eine entsprechende Untersuchung oder Prüfung der Optionen habe es aber augenscheinlich nicht gegeben. Ein solcher Schnellschuss sei daher überhaupt nicht nachvollziehbar. Im Übrigen sehe man in dem bestehenden Koalitionsvertrag zwischen Grünen und CDU auch keine Grundlage für eine solche Maßnahme. „Wir gehen daher davon aus, dass die Regierungsparteien eine entsprechende Initiative nicht unterstützen würden“, mahnt die MIT und fordert die Koalitionsparteien auf, sich entsprechend zu positionieren.